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.«Mussten Sie ausgerechnet jetzt hereinplatzen, Mr Burton?»«Tut mir Leid», entschuldigte ich mich.«Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, hier ist etwas im Gange.»«Das war es wahrscheinlich auch.Haben Sie jemanden gesehen?»Ich zögerte.«Ich weiß nicht recht», sagte ich langsam.«Mir war, als hätte ich jemanden durch das Gartentor schleichen sehen, aber gesehen im eigentlichen Sinn habe ich niemanden.Dann hat es hinter der Hausecke geraschelt.»Nash nickte.«Genau, irgendjemand ist vor Ihnen ums Haus gekommen.Vor dem Fenster blieb er kurz stehen und ging dann rasch weiter – wahrscheinlich, weil er Sie gehört hatte.»Ich entschuldigte mich noch einmal.«Auf was warten Sie denn genau?», fragte ich dann.Nash sagte: «Ich setze auf die Tatsache, dass eine Frau, die anonyme Briefe schreibt, nicht damit aufhören kann.Sie weiß vielleicht, dass es gefährlich ist, aber sie kann nicht anders.Es ist eine Sucht, wie bei Alkohol oder Tabletten.»Ich nickte.«Sehen Sie, Mr Burton, meine Theorie ist, dass unserer Freundin daran gelegen ist, die Briefe einander möglichst ähnlich zu halten.Sie hat die Seiten aus dem Buch, das heißt, sie kann ihre Buchstaben und Wörter auch weiterhin in der gewohnten Art ausschneiden.Aber die Umschläge stellen ein Problem dar.Sie wird die Adressen mit derselben Schreibmaschine schreiben wollen.Sie kann es nicht riskieren, eine andere Maschine zu benutzen oder mit der Hand zu schreiben.»«Sie meinen wirklich, dass sie ihr Spiel weitertreibt?», fragte ich ungläubig.«Allerdings.Und ich gehe jede Wette ein, dass sie es mit der größten Zuversicht tut.Sie sind immer unglaublich eitel, diese Leute.Also habe ich mir ausgerechnet, wer immer sie ist, wenn sie an die Schreibmaschine will, kann sie das eigentlich nur nach Einbruch der Dunkelheit.»«Miss Ginch», sagte ich.«Vielleicht.»«Sie wissen es noch nicht?»«Wissen, nein.»«Aber Sie haben einen Verdacht?»«Ja.Allerdings ist unsere Freundin äußerst gerissen, Mr Burton.Unsere Freundin ist mit allen Wassern gewaschen.»Ich begann zu ahnen, wie engmaschig das Netz sein musste, das Nash ausgeworfen hatte.Zweifellos wurde jeder Brief von einer der Verdächtigen, ob der Post anvertraut oder eigenhändig überbracht, auf der Stelle inspiziert.Früher oder später würde die Täterin unvorsichtig werden und einen Fehler machen.Zum dritten Mal entschuldigte ich mich für meine übereifrige und unerwünschte Anwesenheit.«Was soll’s», sagte Nash abgeklärt.«Passiert ist passiert.Vielleicht klappt’s ja nächstes Mal.»Ich trat hinaus in die Nacht.Eine schemenhafte Gestalt stand neben meinem Wagen, und zu meinem Erstaunen erkannte ich Megan.«Hallo», sagte sie.«Ich dachte mir doch gleich, dass das Ihr Auto ist.Was machen Sie hier?»«Die Frage sollte wohl eher lauten, was machst du hier?», sagte ich.«Spazieren gehen.Ich gehe gern im Dunkeln spazieren.Niemand hält einen an und redet dummes Zeug, und ich mag die Sterne, und ganz gewöhnliche Dinge sehen plötzlich geheimnisvoll aus.»«Das mag schon sein», sagte ich, «aber nur Katzen und Hexen sind bei Nacht unterwegs.Daheim werden sie sich bestimmt fragen, wo du steckst.»«Werden sie nicht.Sie fragen nie, wo ich bin oder was ich mache.»«Wie geht’s dir denn so?», erkundigte ich mich.«Ganz gut.»«Und Miss Holland kümmert sich um dich?»«Elsie ist schon in Ordnung.Für ihre Dummheit kann sie ja nichts.»«Hart – aber wahrscheinlich gerecht», sagte ich.«Steig ein, dann fahr ich dich nach Hause.»Es stimmte nicht ganz, dass Megan nie vermisst wurde.Symmington stand auf der Stufe vor der Haustür, als wir ankamen.Er spähte uns entgegen.«Hallo, ist Megan bei Ihnen?»«Ja», sagte ich.«Ich habe sie heimgebracht.»Symmington sagte in scharfem Ton: «Du kannst doch nicht einfach verschwinden, ohne uns Bescheid zu sagen, Megan.Miss Holland war sehr in Sorge um dich.»Megan nuschelte etwas und schob sich an ihm vorbei ins Haus.Symmington seufzte.«Ein erwachsenes Mädchen, so ganz ohne Mutter, das ist eine große Verantwortung.Für die Schule ist sie ja wohl leider zu alt.»Er warf mir einen misstrauischen Blick zu.«Sie haben eine Ausfahrt mit ihr gemacht?»Ich hielt es für das Klügste, ihn in dem Glauben zu lassen.Elftes KapitelIAm nächsten Tag packte mich der Wahnsinn
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