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.Es ist der blonde Westküsten Surfer, von dem ich mittlerweile weiß, dass er Andrew heißt.Er zieht mich rücklings gegen seine Brust und küsst meinen Nacken.So weit so gut, doch dann fängt er an sein Becken gegen meins zu bewegen, um unmissverständlich klarzumachen, was er von mir will.Bevor ich eine Abfuhr formulieren kann, verschwindet die Hand von meinem Po und ich höre es knacken.Andrew brüllt wie am Spieß und ich entdecke Carter an meiner Seite.Andrews Hand liegt in seiner, die in einem unnatürlichen Winkel geknickt ist.„Das nächste Mal ist es dein Arm, hast du verstanden?“, fragt Carter über Andrew gebeugt.Nachdem der bloß weiterschreit und flucht, drückt Carter fester zu.„Ob du das verstanden hast.“„Fuck, ja!“Darauf lässt Carter die Hand los und tritt einen Schritt zurück.Für eine Minute ist es mucksmäuschenstill in der Bar, bevor sich die Leute wieder murmelnd ihren Gesprächen zuwenden.Bevor ich einen klaren Gedanken fassen kann, haben sich nicht nur Andrew und seine Kumpel vom Acker gemacht, sondern auch Carter.Heute ist Samstag und ich habe zugestimmt, mit Avery auszugehen.Ich sehe keinen Sinn darin, dauernd nein zu sagen, wenn er mir ohnehin ständig über den Weg läuft.Gestern saß er sogar in der South End Bakery an einem Tisch.Ist das zu fassen?Mein aktuelles Problem ist allerdings nicht, nicht aus Avery schlau zu werden oder mir Carters seltsames Verhalten zu erklären, sondern was ich anziehen soll.Avery hat einen Tisch im Four Seasons reserviert, da kann man sich vermutlich nicht genug aufbrezeln.Trotzdem möchte ich nicht aussehen als hätte ich mir besonders viel Mühe mit meinem Äußeren gegeben, um keine falschen Signale zu senden.Er ist es gewohnt mit Armcandy auszugehen, der ihn anhimmelt.Ich dagegen habe keine Lust, als Kamerafutter zu enden, sozusagen als Averys Eroberung der Woche.Darum habe ich vor, mich anzuziehen wie ich, Maya Alvarez, die auszog, um in Boston Kunst und Neue Medien zu studieren.Und eben das ist das Problem.Ich habe schon lange aufgehört, ich zu sein.Mit meiner Mutter habe ich nicht nur meine engste Vertraute begraben, sondern auch meine Träume.Seit dem halte ich mich über Wasser, aber das ist nicht das Leben, so überlebe ich.Vielleicht habe ich deswegen so lange gezögert, mich auf Avery einzulassen.Der Mann ist wie ein Weckruf, doch diese Prinzessin möchte nicht wachgeküsst werden.Denn aufzuwachen bedeutet den Schmerz zu fühlen und es gibt Angenehmeres als auf ein Leben zurückzublicken, in dem man eine Fehlentscheidung nach der anderen getroffen hat.Als Jim eine halbe Stunde später vorfährt, trage ich eine taillierte schwarze Seidenbluse, einen knielangen Rock und Heels.Meine dunkle Mähne bändige ich in einen Zopf.Ein bisschen Mascara, etwas Lipgloss, das war’s.Avery sieht, das muss ich einfach sagen, umwerfend aus.Dunkler Seidenanzug, azurblaues Hemd, keine Krawatte.Das Hemd spiegelt die Farbe seiner Augen, die in diesem Moment mehr blau als grau aussehen.Während er den Anzug wie eine zweite Haut trägt, komme ich mir ein bisschen verkleidet vor.Wie immer nimmt er meine Hand und lässt mich erst los, als die Limo hält und Jim mir aus dem Wagen hilft.Das Restaurant des Four Seasons ist eine Mischung aus Laura Ashley und Boston Tea Party.Sehr britisch, traditionell und doch modern.Wir sitzen in einer Nische, am Rand des Hauptraums, die uns von den anderen Gästen abschirmt und ein wenig Privatsphäre zugesteht.Doch Avery ist eine Person des öffentlichen Lebens, den die Leute erkennen.Bis wir unseren Tisch erreichen, bleibt er mehrmals stehen, grüßt Freunde oder Geschäftspartner, stellt mich vor und geht weiter.Ich mag die Art, wie er mich einbezieht.„Mark, du bist wieder in Boston? Wie geht es Nancy und den Kindern? Ich glaube, Maya hast du noch nicht getroffen.Maya, das ist Mark McCoy.“Er macht das so geschmeidig, als würde er den ganzen Tag nichts anders tun, als Leute einander vorzustellen.Bis wir Platz genommen haben, vergeht eine Viertelstunde, danach schwebt ein Maître mit Erfrischungsgetränken an unseren Tisch und nimmt die Bestellung auf.Dass Avery schon wieder für mich ordert, sollte mich ärgern, stattdessen beobachte ich fasziniert, wie er unsere Menüs zusammenstellt.Am Ende sind er und der Maître zufrieden – beinahe erwarte ich, dass sie sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und zu ihrer Wahl gratulieren.Als der Typ verschwindet, sind wir endlich allein, soweit man das von einem voll besetzten Restaurant behaupten kann.Diesmal greift er nicht nach meiner Hand und ich stelle überrascht fest, dass ich seine Wärme vermisse.Ich mag, wie meine Hand in seine passt, als hätte das vorher jemand ausgemessen [ Pobierz całość w formacie PDF ]

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