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.»Jeff ist ein großartiger Freund«, stimmte ich ihm zu.»Er hat entschieden dazu beigetragen, dass wir die Bedrohung durch die Breckenridges beseitigen konnten«, fügte Ethan hinzu.Gabriel nickte.»Jeff ist ein guter Junge, und dein Großvater, Merit, hat sich ihm gegenüber anständig verhalten.Jeff ist in einer prima Situation, und er mischt sich nicht in einen Konflikt zwischen Vampiren und Formwandlern ein.Aber ich bin mir nicht sicher, ob er zur Mehrheit gehört.Ich werde ganz ehrlich sein, Ethan.Ich glaube, die Wahrscheinlichkeit, dass die Formwandler nach Hause zurückkehren werden, ist ziemlich hoch – sechzig, vielleicht sogar siebzig Prozent.Wenn sie sich dafür entscheiden, dann werde ich mich an diese Entscheidung halten.Es ist meine Pflicht, der Diskussion den nötigen Raum zu verschaffen, damit sie die beste Entscheidung für die Rudel fällen können, egal, wie diese aussieht.«»Ich verstehe«, sagte Ethan leise.»Ich weiß deine Offenheit zu schätzen, und ich weiß zu schätzen, dass du den Rudeln überhaupt diese Frage stellst.« Es war Ethan anzumerken, dass er das gar nicht hatte sagen wollen, sondern vielmehr etwas dazu, dass die Formwandler wohl nicht die richtige Entscheidung treffen würden.Gabriel betrachtete Ethan.»Ich weiß, dass du Sicherheitsleute hast und dass sie das vermutlich auch alleine regeln könnten.Aber ich würde es als persönlichen Gefallen empfinden, wenn du dabei sein könntest.Die Anwesenheit eines Meisters würde den Rudeln beweisen, dass die Vampire bereit sind zuzuhören, nicht zu verurteilen.Das ist wichtig.«Ethan ließ die Bedeutung dieser Worte für einen Augenblick in der Luft hängen.»Hältst du zu diesem Zeitpunkt die Anwendung von Gewalt für möglich?«Ich vermutete, dass er die Frage stellte, weil die Formwandler, ähnlich wie die Hexenmeister, eine Art Gespür für die Zukunft hatten.»Ich bin da ganz ehrlich – es würde mich nicht überraschen.Wir reden über Leute, die eine Menge Wut aufgestaut und eine ziemlich deutliche Vorstellung davon haben, ob sie lieber einen langen Urlaub genießen oder sich durch einen Sommer in Chicago quälen sollen, bloß weil die Vampire mal wieder Blödsinn im Kopf haben.Das ist natürlich nicht wortwörtlich zu verstehen.« Gabriels Tonfall hätte nicht trockener sein können.»Ich habe nichts gegen eine Teilnahme einzuwenden«, sagte Ethan.»Aber da wir Merit praktisch darum bitten, ihr eigenes Leben für diejenigen aufs Spiel zu setzen, die sie am Ende möglicherweise im Stich lassen, halte ich es für das Beste, ihr die Entscheidung zu überlassen, ob sie mithilft.« Er sah zu mir hinüber, bemerkte vermutlich meinen entsetzten Blick und hob fragend die Augenbrauen.»Merit?«Ich brauchte eine Sekunde, um mich wieder zu fangen.Nicht wegen der Frage – meine Eide und meine Ehre verpflichteten mich dazu, das Haus Cadogan zu schützen, und diese Situation gehörte wohl definitiv zu diesen Pflichten –, sondern weil er mir genügend Vertrauen entgegenbrachte, um mir diese Frage zu stellen.»Natürlich«, sagte ich und sah kurz zu Gabriel hinüber.Ich nickte ihm zu, damit er wusste, dass wir uns einig waren.Er atmete tief durch, beugte sich dann vor und stellte seinen Teller mit Knabbereien auf die anderen Tabletts, die auf dem Sitzkissen zwischen ihm und Ethan lagen.»Noch eine Sache«, sagte er.»Zum Thema Verhaltensregeln.Ich muss von euch verlangen, dass ihr nicht selbstständig handelt, sondern nur, wenn ihr darum gebeten werdet.Ich glaube, dass der Vorteil eurer Anwesenheit die Nachteile überwiegt, aber wenn ihr einen Formwandler vor den versammelten vier Rudeln angreift, dann sprechen wir nicht mehr über die Möglichkeit eines Krieges.Wir werden dann mittendrin stecken.«»Verstanden«, sagte Ethan nach einer kurzen Pause.Gabriel stand auf und ließ seinen Blick zwischen mir und Ethan hin- und herwandern.»Ich weiß, dass ihr euch für so etwas normalerweise nicht bewerbt.Daher weiß ich eure Hilfe sehr zu schätzen, auch wenn ihr nur rein symbolisch anwesend seid.« Er sah zu Luc hinüber.»Ich nehme an, ihr wollt einige Vorabinformationen?«Luc nickte.Seine blonden Locken umspielten sein Gesicht.»Die wären sehr willkommen.«»Wird gemacht.Sobald wir sicher sind, dass das Ding läuft, schicke ich euch die Adresse und Grundrisse, falls ihr euch Gedanken über Pläne, Ausgänge und so weiter machen wollt.Tut mir aber einen Gefallen – kein Armani.Das passt nicht zu den Leuten.«»Kein Armani«, pflichtete ihm Ethan bei.»Ich schicke euch dann die Adresse für das Vortreffen und sehe euch morgen Abend.« Er richtete seine haselnussbraunen Augen auf mich.»Wie wäre es mit Leder, Kätzchen?«»Ich bin mir sicher, dass sie etwas Passendes finden wird«, warf Ethan geheimnisvoll ein und reichte ihm die Hand.»Du weißt, wie du mich erreichen kannst.Wir warten auf die Details.«Sie gingen gemeinsam zur Tür, der Anführer der Vampire und der Anführer der Formwandler, das Schicksal von Tausenden in ihren Händen.Sie gaben sich die Hand, und als Ethan die Tür öffnete, wartete Helen bereits – die gute Seele des Hauses –, vermutlich, um Gabriel nach draußen zu begleiten.Ethan musste für diese Anweisung seine telepathische Verbindung zu ihr genutzt haben.Als er die Tür wieder geschlossen hatte, ging Ethan ohne Umwege zum Servierwagen und schnappte sich einen Karton von »Lebenssaft«.»Und von Vampiren wird behauptet, sie wären pathetisch«, sagte Luc.Ethan trank das Blut mit einem Schluck aus und zerknüllte den Karton.Als er uns wieder ansah, lösten sich in seinen Augen kleine silberne Wirbel auf.Der Vampir in ihm hatte sich gemeldet, und ich war mir nicht sicher, ob das am Blut lag oder ob ihm das Blut dabei half, den erwachten Vampir wieder zu beruhigen.Luc schnappte sich auch einen Karton vom Servierwagen und steckte den dazugehörigen Plastikstrohhalm hinein.»Netter kleiner Vortrag eben, Hüterin.«Ich zuckte mit den Achseln.»Ich bin eine Merit.Wir können einen netten Vortrag halten, wenn es notwendig ist.«»Gut gemacht«, stimmte Ethan ihm zu.Ich verschränkte die Arme und sah ihn schräg von der Seite an.»Ist es wirklich ein so großer Verlust für uns, wenn sie sich verabschieden? Ich meine, wir haben doch überlebt, und sie waren noch nie auf unserer Seite
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