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.Er schwitz-te und schwitzte.Pltzlich bat er: Nein, Derek! Keh-ren wir um, Derek ! Er merkt jetzt, da der Krieg nur imFilm unterhaltsam ist.Ich schwitzte berhaupt nicht, ichwar wie aus Marmor.Als wir das Auto verlieen, wogenmeine Beine so schwer, als wren sie tatschlich aus Mar-mor.Menschenleere Alleen, menschenleere Straen, hin-ter der Ecke eine sdvietnamesische Patrouille, die in dieLuft scho.Dann kamen wir auch an der Gasse vorbei, woPiggott, Laramy, Cantwell und Birch umgebracht wurden.Und genau am Beginn lagen die Leichen von sechs Viet-kong.Einer war riesengro.So gro und stark, da manihn kaum fr einen Vietnamesen gehalten htte.In derUniform eines Unteroffiziers.424 Er lag da mit offenen Armen und ausgebreiteten Bei-nen, schon grn.Schuwunden im Bauch, Magen, Kopf.Die Augen quollen heraus wie zwei Blle, die Iris war vonFliegen berdeckt, die dort Mahlzeit hielten.Fliegen wa-ren auch in dem staunend verzerrten, weit offenen Mund,und es waren derer so viele, da sich ihr Brummen wiedas Brummen eines Hubschraubers anhrte.Die andernfnf lagen um ihn herum, in den sonderbarsten Stellun-gen.Einer hatte gar kein Gesicht mehr, es war nur nochBrei.Mindestens drei Tage waren sie schon tot.Sie stan-ken frchterlich.Derek sagte: Das sind sie.DieselbeGasse, dieselbe Gruppe, derselbe Unteroffizier.Er ist ground krftig. Gott mge mir verzeihen, ich empfand keinMitleid.Ich fotografierte sie mit ruhiger Hand und dach-te, wir mssen uns beeilen, sonst geht es uns wie Ezcur-ra.Und dann dachte ich noch, ihr habt Piggott und Lara-my und Cantwell und Birch und vielleicht auch Ezcurraermordet, aber jetzt habt auch ihr dran glauben mssen,auch fr euch ist es aus.Abends.Die Ausgangssperre beginnt um sieben Uhr,aber bei uns Weien nimmt man es nicht so genau, undauerdem steht das Hotel Caravelle dem Continental ge-nau gegenber.So gehen wir vom Continental nach demAbendessen ber den Platz ins Caravelle, das die hchsteTerrasse in der Stadt hat, so hoch, da man von dort obenalles berblickt : Norden, Sden, Osten, Westen.Auf derTerrasse sind Sthle und kleine Tische, Kellner in weienJacken servieren Whisky, Eis und Kaffee.Wie in Rom,wie in New York.Die Gste sind Amerikaner, Franzo-425 sen, Journalisten, Diplomaten, Funktionre, die mit ihrenFrauen kommen.Parfmiert, frisiert, Minirock.a va,chrie ?  Darling, how do you do ?  Il faut, il fautque vous veniez djeuner avec nous cette semaine !  Youmust, you absolutely must have a drink at our place ! Undsie lachen und begren einander in bester Stimmung, alswre man im Theater.Aber wir sind ja im Theater.DasParkett ist die Terrasse des Caravelle, die Bhne das ster-bende Saigon.Verstehst du mich? Man trinkt da seinen Whis-ky, schleckt sein Eis, bewundert ein Kleid und sieht aufdie sterbenden Menschen.Whisky and soda or on therocks ? Und man betrachtet die Phantoms, die im Sturz-flug Tausend-Kilo-Bomben ber einem Stadtteil abwer-fen, Napalm.Moi je prfre le chocolat, pas de vanille,und man betrachtet die Hubschrauber, wie sie Raketenauf eine Vietkong-Gruppe abfeuern, einen kleinen gel-ben Soldaten mit dem MG beschieen, den sie durch eineLeuchtkugel entdeckt haben.What a nice dress, sweety ! Sieh mal dort hinten die Bombe ! Sie fllt, sie ist schongefallen, siehst du die Flammen ? Und die Flammen zuk-ken auf, zerreien mit ihrem Rot den pechschwarzenHimmel: Fantastic! Ein Einschlag lst den andern ab,die Luft erzittert: Extraordinary! Wie viele Kreaturenmssen jetzt ihr Leben lassen, zerrissen von dieser Bom-be ? Wie viele Huser strzen jetzt ein, verkohlt von die-sem Napalm ? Rechts der Horizont ist ein einziges Flam-menmeer, links der Horizont ein einziges Trommelfeu-er, und die Leuchtkugeln schweben auf die Stadt herunter426 wie die Feuerzungen des Pfingstwunders, wie die Kome-ten der Heiligen Drei Knige [ Pobierz całość w formacie PDF ]

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