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.Komm, Lewinsky!«»Ja.Verdammt schade um den da.«»Ja «Sie gingen zurück.Lewinsky sah sich noch einmal um.Dannfolgte er Werner.Bucher blieb stehen.Der Morgen war grau.Die Reste der Baracke brannten noch.Siebzig Leute warenverbrannt.Es wären mehr ohne 509 gewesen, dachte er.Er stand lange da.Die Wärme von der Baracke her war wieein unnatürlicher Sommer.Sie wehte über ihn; er fühlte sie undvergaß sie wieder.509 war tot.Es war, als seien nicht nursiebzig gestorben als seien es ein paar hundert.Die Obleute übernahmen das Lager rasch.Mittagsfunktionierte die Küche.Gefangene mit Waffen hielten dieEingänge besetzt für den Fall, daß die SS zurückkommen würde.Ein Komitee aus allen Baracken war gebildet worden undarbeitete bereits.Ein Kommando wurde aufgestellt, um so baldwie möglich Essen in der Umgebung zu requirieren.»Ich werde Sie ablösen«, sagte jemand zu Berger.Berger blickte auf.Er war so müde, daß er nichts mehrverstand.»Spritze«, sagte er und hielt seinen Arm hin.»Ich fallesonst um.Ich kann nicht mehr richtig sehen.«»Ich habe geschlafen«, erwiderte der andere.»Ich werde Siejetzt ablösen.«»Wir haben fast keine Anästhetika mehr.Wir brauchen siedringend.Sind die Leute noch nicht von der Stadt zurück? Wirhaben zu den Hospitälern geschickt.«Professor Swoboda aus Brünn, Gefangener der tschechischen-422-Abteilung, sah, was los war.Ein todmüder Automat arbeitete damechanisch weiter.»Sie müssen jetzt schlafen gehen«, sagte erlauter.Bergers entzündete Augen blinzelten.»Jaja«, erklärte er undbeugte sich wieder über den verbrannten Körper.Swoboda nahm ihn beim Arm.»Schlafen! Ich löse Sie ab!Schlafen müssen Sie!«»Schlafen?«»Ja, schlafen.«»Gut, gut.Die Baracke -« Berger wachte einen Augenblickauf.»Die Baracke ist verbrannt.«»Gehen Sie in die Kleiderkammer.Da sind ein paar Betten füruns fertig gemacht.Gehen Sie dahin schlafen.Ich werde Sie in einigen Stundenwieder wecken.«»Stunden? Ich werde nicht aufwachen, wenn ich nicht stehenbleibe.Ich muß noch meine Baracke -, ich muß sie «»Kommen Sie!« sagte Swoboda energisch.»Sie haben genuggetan.«Er winkte einem Helfer.»Bringt ihn in die Kleiderkammer.Da sind ein paar Betten für Ärzte.« Er nahm Berger beim Armund drehte ihn um.»509 «, sagte Berger, halb im Schlaf.»Jaja, gut«, erwiderte Swoboda, der nichts davon verstand.»509, natürlich.Alles in Ordnung.«Berger ließ sich den weißen Kittel abnehmen und sichhinausführen.Die Luft draußen traf ihn wie eine schwereWasserwelle.Er taumelte und blieb stehen.Das Wasser stürzteimmer noch über ihn.»Mein Gott, ich habe ja operiert«, sagteer.Er starrte den Helfer an.»Natürlich«, erwiderte der.»Wassonst?«-423-»Ich habe operiert«, wiederholte Berger.»Aber natürlich.Erst hast du verbunden und Öl und so wasgeschmiert, und dann hast du auf einmal mit dem Messerlosgelegt.Zwei Spritzen und vier Tassen Kakao hast duzwischendurch gekriegt.Sie konnten dich verdammt gutgebrauchen.Bei dem Ansturm!«»Kakao?«»Ja.Das haben die Kerle alles für sich gehabt.Kakao, Butterund Gott weiß was noch!«»Operiert.Wirklich operiert«, flüsterte Berger.»Und wie! Hätte ich nie geglaubt, wenn ich es nicht selbstgesehen hätte.Bei deinem Gewicht! Aber jetzt mußt du mal einpaar Stunden auf die Matratze.Du kriegst ein richtiges Bett.Von einem Scharführer! Piekfein! Komm.«»Und ich dachte «»Was?«»Ich dachte, ich könnte es nicht mehr «Berger besah seine Hände.Er drehte sie um und ließ siefallen.»Ja «, sagte er.»Schlafen «Der Tag war grau.Die Erregung wuchs.Die Barackensummten wie Bienenkörbe.Es war eine sonderbare Zeit der Ungewißheit, einer unfreienFreiheit, überstürzt von Hoffnung, Gerüchten und gedrängterdunkler Furcht.Immer noch konnten SSKommandoszurückkommen oder organisierte Hitlerjugend.Die im Depotgefundenen Waffen waren zwar verteilt aber ein paarausgerüstete Kompanien hätten dem Lager einen schwerenKampf bereiten können; und mit einiger Artillerie hätte man esbeliebig zusammenschießen können.Die Toten waren zum Krematorium hinübergebracht worden
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